Sonntag, 17. April 2011

Movie Review: Red Riding Hood


Darsteller: Amanda Seyfried (Valerie), Shiloh Fernandez (Peter), Max Irons (Henry), Billy Burke (Cesaire), Virginia Madsen (Suzette)

Erscheinungstermin: 21.April 2011 


Inhalt
Schon seit vielen Jahren hat der Werwolf kein Menschenopfer mehr gefordert. Doch unter dem Blutmond bricht der Wolf den Waffenstillstand. Er kehrt zurück nach Daggerhorn und tötet die ältere Schwester von Valerie (Amanda Seyfried). Diese ist schockiert über das Opfer und noch immer verwirrt darüber, dass ihre Eltern (Billy Burke, Virginia Madsen) sie mit dem wohlhabenden Schmied Henry (Max Irons) verlobt haben. Valerie hatte jedoch andere Pläne, denn schon seit sie ein kleines Mädchen ist, ist sie in den Holzfäller Peter (Shiloh Fernandez) verliebt. Die beiden wollen für ihre Liebe kämpfen und planen eine gemeinsame Flucht, als der Wolf ihnen einen Strich durch die Rechnung macht.

Kritik
Wer kennt es nicht, das Märchen von Rotkäppchen? Die klassische Geschichte wird dahingegen abgewandelt, dass es sich bei dem Raubtier im Film um einen Werwolf handelt, der menschliche Gestalt annimmt, bis er bei Vollmond seine wahre Gestalt zeigt.
Es tut mir im Herzen weh, dass es mir so schwer fällt etwas Positives über diesen Film zu sagen. Ich habe zuerst das Buch zum Film gelesen, welches mich schon nicht gänzlich vom Hocker reißen konnte. Doch die Verfilmung war nochmal komplett anders, verwirrend und überwiegend schlichtweg langweilig.
Die ganze Idee hinter einer neuen Rotkäppchen-Geschichte ist gut gelungen, doch die Umsetzung ziemlich grausig. Man hätte wirklich sehr viel aus dem Thema herausholen können, doch so wie der Film im Endeffekt auf die Leinwand gekommen ist, ist er wirklich schlecht.
Angefangen mit den Effekten. Der Werwolf ist alles andere als gut dargestellt worden. Heutzutage gibt es so viele Mittel und Wege ein computeranimiertes Tier echt aussehen zu lassen, doch der Wolf in „Red Riding Hood“ sieht im Gegensatz zu denen aus „New Moon“ wirklich erbärmlich aus. Er sollte eine furchteinflößende Bestie sein, doch wurde daraus nicht mehr als eine lächerliche Lachnummer. Echt schade!
Desweiteren ist die Kameraführung wirklich mies. Sie erinnert eher an eine Achterbahnfahrt als an alles andere. Es gab Momente, in denen musste ich die Augen von der Leinwand nehmen, da mir wirklich schlecht geworden ist.
Zudem sind die Szenen schlecht geschnitten. In einem Augenblick befinden wir uns noch in Valeries Haus, dann kommt ein plötzlicher schnitt und man ist im Wald. Teilweise völlig aus dem Zusammenhang gerissen wundert sich der Zuschauer über diese merkwürdigen Sprünge.
Doch in der Tat gibt es auch etwas Positives zu sagen. Die schauspielerische Leistung von Shiloh Fernandez hat mich fast vom Hocker gerissen. Dieser junge Mann war mir bislang völlig unbekannt und doch hat er in der Rolle des Peter von vorne bis hinten überzeugen können. Genau so habe ich mir den Holzfäller beim Lesen vorgestellt. Also Daumen hoch für diese Besetzung. Ebenso überzeugen konnte der Schmied Henry, der im Buch etwas verweichlichter beschrieben wurde, aber dennoch einen guten Job geleistet hat. Wie schon in „Das Bildnis der Dorian Gray“ hat Max Irons hier sein Können unter Beweis gestellt.
Besonders gefreut hatte ich mich über die Besetzung der Valerie. Amanda Seyfried ist ein aufblühender Jungstar am Schauspielhimmel und bislang gab es keinen Film, in dem sie mich nicht völlig überzeugen konnte. Bis ich „Red Riding Hood“ gesehen habe. Sie passt einfach nicht in diese Rolle, was wohl an dem schlechten Drehbuch gelegen haben muss. Man konnte ihr ansehen, dass sie wirklich versucht hat etwas aus der Rolle der Valerie zu machen, doch meiner Meinung nach ist Seyfried viel zu überqualifiziert für diesen Film gewesen.  Zukünftig sollte sie sich ihr Potenzial für bessere Rollen aufheben, damit sie einem im Gedächtnis bleibt, wie nach „Mama Mia“ oder „Das Leuchten der Stille“.

Fazit
Nicht mal für Fans des Genres ist dieser Film zu empfehlen. Doch wer sich die beiden hübschen Männer, Fernandez und Irons, nicht entgehen lassen will, der sollte warten bis der Film auf Dvd erhältlich ist, denn einen Gang ins Kino ist „Red Riding Hood“ nicht wert. 


Punktebewertung: 3/9  

10 Kommentare:

  1. Ach schade, auf den Film freue ich mich schon seit langem. Aber nachdem das Buch schon so schlecht abgeschnitten hat (habs immer noch nicht gelesen) ... Deine Rezi ist wirklich Klasse, ich werde mir den Film wohl trotzdem ansehen (auch wenn ich denke wir werden uns mal wieder einig sein)... in Norderstedt sind die Kinopreise zum Glück nicht allzu teuer... Hast du es in die Pressevorführung geschafft oder gab es eine Preview bei euch?

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  2. Ja, ich fands auch schade, dass der Film so schlecht war. Ein Typ hinter mir hat die ganze Zeit voll laut geschnarcht. Immerhin er war gute Unterhaltung haha.
    Ich war am Donnerstag in der Pressevorstellung. Es gibt auch ne Preview, aber erst am 20.04. Zum Glück hab ichs in die PV geschafft, die ist ja schließlich kostenlos und es gibt freigetränke :D

    Wenn das Kino nicht so teuer bei euch ist, dann ist es ja in Ordnung. Hier in Berlin sind die Preise ja leider echt hoch (am Wochenende 7,50€ als Schüler!!) -.-"
    Aber ich denke auch, dass wir wiedermal einer Meinung sein werden...wobei du wirst ihn sicher etwas besser finden ;)

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  3. Nicht schlecht... meine erste Pressevorführung (Freundschaft Plus) habe ich ja leider nicht geschafft wegen der Arbeit. Merde. Naja, vielleicht ein ander mal. Würde mich echt mal interessieren wie das da so ist. Und Fast and Furious 5 war ja leider so schnelle weg. :(

    Wieso sollte mir der Film besser gefallen, weil ich das Buch nicht kenne? Übrigens warte ich noch auf deine versprochene Rezi zu Beastly, bin nämlich ebenfalls gespannt auf deine Meinung. :D

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  4. Sehr schöne Rezi,ich werde mir den Film sicher trotzdem ansehen :) Hmm wie kommt man denn in ne Pressevorführung? Das klingt ja echt interessant.

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  5. @ misakitty:

    Reni und ich schreiben unsere Rezensionen ja auch für das Internetportal myfanbase.de Wir bekommen öfter die Gelegenheit auf Pressevorführungen für manche Filme :)

    @ Reni:

    Zu Fast and Furious 5 wollte ich auch. Aber keine fünf minuten online, schon war die PV vergeben -.-"
    Ich habs einfach im Gefühl, dass dir der Film ein wenig besser gefallen wird. Wobei mir das Ende vom Buch besser gefallen hat (sehr dumm, dass sie im Buch zum Film das Ende abgeändert haben. Im Buch erfahren wir ja nicht, wer eigentlich der Wolf ist). Im Film war das alles irgendwie komisch. Ach ich sollte mich nicht mehr darüber aufregen. Man kann halt nicht immer gute Filme gucken.
    "Beastly" steht auf meinem Ferienprogramm ganz weit oben. Erst meine beiden Bücher zu Ende lesen und dann zu "Beastly" greifen. Die Rezi kommt also in den nächsten zwei Wochen ;)

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  6. oh, das nenne ich eine vernichtende Kritik! Und ich wollte schon ins Kino! Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, jetzt kann ich mir das Geld für etwas anderes sparen :)

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  7. Ja echt schade, mit Fast and Furious. Wer zuerst kommt, malt eben zuerst... ich freu mich trotzdem schon auf den Film ... und Red Riding Hood kommt leider nicht bei mir in Norderstedt (wie ich gerade sehe), dann werd ich wohl doch noch warten. Cinemax ist mir dafür zu teuer... ;)

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  8. Irgendwie scheint niemand den Film gut zu finden :D

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  9. Also wenn ich deine Kritik so lese, bin ich wirklich froh, dass ich das Buch doch nicht vorbestellt habe. Und den Film werde ich mir sicherlich auch nicht im Kino antun.

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  10. Ich fand den Film im allgemein etwas besser, wobei ich dir in vielen Punkten recht geben muss. Vor allem der Wolf ist mir durch die grauenhaft schlechte Animation in Erinnerung geblieben. Schade eigentlich, die Idee zum Film finde ich nämlich eigentlich sehr schön.

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